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Zwei unterschiedliche Wege

Jesus Christus fing an, seinen Jüngern zu zeigen, er müsse viel leiden.
Petrus fing an, ihm abzuwehren ...
Herr, schone deiner selbst.
Jesus Christus sagt ja zum Leiden und zum Tod.
Petrus sagt nein, er kann das Schreckliche nicht denken,
dass Jesus sterben könnte.
Vielleicht stand neben der Liebe zu Jesus Christus,
die ihm Leiden und Tod ersparen wollte,
auch gleich der Gedanke: Was wird dann aus uns, aus mir?
Es ist verständlich, dass Petrus so dachte, aber
- wir hören es nachher -
es ist nicht göttlich.
Petrus meint, in diesem Fall die Führung übernehmen zu müssen.
Er ist nicht mehr Jünger, der nachfolgt,
er will bestimmen.
Das, was Jesus Christus gesagt hat, darf auf keinen Fall sein!
Es ist sicher die Angst, die Petrus verführte.

Wie reagiert Jesus Christus darauf?
Besänftigt er seinen Jünger Petrus, zeigt er ihm seine Liebe,
weist er ihn nochmals auf die Auferstehung hin?
Ist er ihm dankbar für das Wort der Schonung?

Lies Matthäus 16, 23

Schone dich
"Satan" nennt Jesus Christus seinen Jünger.
"Schone dein selbst", das ist die Stimme des Versuchers.
Lies: Apostelgeschichte 21, 10-14
Hebräer 2, 10

Gefahr des Mitleids
Jesus Christus sagt nein zum Mitleid seines Jüngers.
Von der Gefahr des Mitleids schreibt O. Chambers:
"Ein Heiliger darf nie in die Leidensschule eines anderen Heiligen eingreifen.
Ein Heiliger, der das Herz Jesu zufriedenstellen möchte,
wird andere Heilige reif und stark machen für Gott.
Die Menschen, die uns bemitleiden, tun uns nie gut,
sie hemmen uns, weil Mitleid schwächt.
Wenn wir das Mitleid eines anderen annehmen, kommt als Rückwirkung das Gefühl in uns auf:
"Ach, Gott behandelt mich hart".
Deshalb nannte Jesus Christus das Mitleid: Satan!
Jesus Christus weigerte sich, Mitleid entgegenzunehmen weil er viel zu gut wusste,
dass niemand auf Erden verstehen konnte, worauf er ausging.
Er nahm einzig und allein von seinem Vater Teilnahme entgegen
und von den Engeln im Himmel.
Gott stellt seine Heiligen dorthin, wo sie ihn verherrlichen werden,
und wir können durchaus beurteilen, wo das sein wird."
Lies: Jakobus 5, 11

Mitleiden im Sinne von Mitfühlen und Miteinandertragen kann eine wunderbare Stärkung sein.
Aber es braucht Vorsicht und Leitung, um uns nicht in einer Weise einzuschalten,
dass wir etwas aufhalten,
was Gott dem anderen zu seiner Reifung und seinem Fruchtbarwerden zugedacht hat.
Lies: 1. Samuel 18, 1; 23,15+16
Es mag uns hart ankommen, dass Jesus Christus Petrus Satan nennt;
aber wahrscheinlich müssen wir gerade lernen,
dem Versucher eine glasklare Antwort zu geben, auch wenn die Versuchung durch liebe,
mitleidige, gutmeinende Menschen zu uns kommt.
Auch uns erreichen solche Stimmen:
"Sei vernünftig!
Schone dich, lass dir dies nicht gefallen.
Sei nicht so freigebig.
Gönne dir mehr Freiheit.
Nimm es nicht so genau, Mach es dir leichter."

Lies: Hiob 2, 1-10
1. Petrus 5, 8+9

Jesus Christus harte Liebe bringt zurecht
Wie hat Petrus geantwortet auf das harte Wort Jesu: Satan, hebe dich weg von mir!?
Eine Antwort in Worten lesen wir nicht,
die Antwort Petrus ist sein Bleiben bei Jesus Christus.
In seinem ersten Brief schreibt er angefochtenen Christen: Lies: 1. Petrus 4, 1+2+5; 5, 1
Heute möchte Jesus Christus, was er Petrus und den Jüngern sagte, auch uns sagen:
Lies: Matthäus 16, 24

Leiden oder sich schonen? 3/5