Adventsfeier im CVJM 2009



Jesaja 34, 16 - 17

Erforschet das Buch des HERRN und leset! Nicht eines von alledem wird fehlen; zu keinem Wort wird man die Erfuellung vermissen; denn sein Mund ist's, der es verheissen, und sein Geist ist's, der sie gesammelt hat. Und er selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es ihnen mit der Messschnur zugeteilt. Sie werden das Erbe ewig besitzen und darin wohnen fuer und fuer.

Wer verstehen will warum Jesus auf diese Welt kam, dem ruft uns dieser Text zu.

Erforschet das Buch des Herrn und leset.

Ein Forscher ist jemand der nicht nur oberflaechlich eine Sache betrachtet, sondern der in die Tiefe vordringen will.

  1. Der Wille zum Forschen, der Wille sich Zeit zu nehmen fuer Gottes Wort:
    “Ein Zitat lautet: Gott gab die Zeit von Eile hat er nichts gesagt.”
    “ Lasst uns ernste Bibelforscher sein, ohne die Voreingenommenheit wie sie die Zeugen Jehovas haben.”

  2. Vergleichen mit anderen Schriftaussagen:
    “Eine Aussage muss auf 2 oder 3 Zeugen beruhen.”

  3. Lesen, das Wort auf sich wirken lassen, das ganze Wort.

  4. Sich nicht mit der Sonntagspredigt zufrieden geben, die ja nur einen ganz kleinen Ausschnitt aus der Bibel wiedergeben kann.
    “Die ganze Bibel von 1. Mose bis Offenbarung immer wieder von vorne bis hinten lesen.”

  5. Mit glaubendem Herzen lesen, alles was geschrieben steht glauben, und besonders was sich noch nicht erfuellt hat, hoffnungsvoll erwarten.



Es ist eine unumstoessliche Tatsache, dass das was Gott angekuendigt hat, auch kommen wird.

Das Einzige was veraenderbar ist, ist nur der Zeitpunkt. Denn Gott steht zu seinem Wort.

Als Jona der Stadt Ninive das Gericht ankuendigte, tat sie Busse und Gott verschonte die Stadt Ninive eine Zeit lang.
Bis sie von neuem Gerichtsreif und bestraft wurde.

V. 17
So gilt es fuer das Volk Israel und so gilt es auch fuer alle anderen Menschen.

Auch wenn Gott ihnen das Los geworfen hat, und sie das Erbe (Israel) ewig besitzen werden und darin ewig wohnen werden,
so konnte Gott es ihnen doch fuer eine Zeitlang wieder wegnehmen, was er ja auch getan hat.

Doch bevor Gott sie bestrafte, hatte er immer eine Moeglichkeit zur Umkehr gegeben.
Ob es Anfuehrer waren wie Moses und Josua. Oder Richter wie Gideon, Samuel und andere.
Oder ob er ihnen Propheten sandte, immer wurden sie aufgerufen ueber ihr Leben nachzudenken.
Darueber ob sie noch auf dem richtigen Weg waren, einem Weg mit Gott.
Und wenn es besonders schlimm mit ihnen war, dann schickte Gott ihnen Strafen die sie zur Umkehr leiten sollten,
was ja auch oft geschah. Krankheiten, Seuchen oder kriegerische Nachbarvoelker.


Aber warum schickte Gott Jesus, haetten nicht neue Propheten gereicht?

War das Volk Israel nicht mehr anders zu retten?

Es gibt wohl viele Antwortmoeglichkeiten auf diese Fragen.

Bedenkt einmal, dass Gott viele Jahrhunderte schwieg.
Keine von Gott gesalbten Anfuehrer, keine Propheten, keine Richter, hier und dort gab es Menschen,
die sich der Verderbtheit des Volkes entgegen stellten.

Doch dafuer viele Jahre unter der Knechtschaft der Babylonier, der Meder, der Griechen, der Roemer.

Und warum schickte Gott Jesus zu einer bestimmten Zeit?

Viele Dinge kamen zusammen:

1. Volkszaehlung durch Kaiser Augustus => Luk. 2,1.

2. Maria und Josef, und deren Ahnenliste (Math. 1 und Lukas 3, 23ff) vereint.

3. Paulus als spaeterer Verbreiter des Evangeliums auf der Weltbuehne erschienen.

4. Die Griechische Sprache des Neuen Testamentes als Transportmittel des Wortes.
Denn viele beherrschten die griechische Sprache.

5. Ausgebaute Verkehrswege um eine schnelle Verbreitung zu gewaehrleisten.


Als die Zeit erfuellt war sandte Gott seinen Sohn.

Jesus skizzierte das einmal so in seinem Gleichnis von den Weingaertnern.

Nachdem die Boten welche die Ernte abholen wollten vertrieben wurden, sandte der Herr der Ernte seinen Sohn,
... vor dem werden sie sich fuerchten.

Doch als sie den Sohn sahen, dachten sie sich das ist der Erbe, bringen wir ihn um dann gehoert uns sein Erbe

Ihr Geist war verblendet und ihre Herzen waren verstockt.

Denn sie hatten vergessen, das es ausser dem Erben, noch den gab der das Erbe austeilt.
Denn Gott ist nicht tot, auch wenn sie in den vergangenen Jahrhunderten keine Botschaft mehr von ihm erhielten.

Wusste Gott nicht wie es seinem Sohn ergehen wuerde?


Ja, er wusste es und es gehoerte zu seinem Plan, die Welt zu erloesen von der Suende.
So dass jeder der zu ihm kommen will, seine Suende bei Jesus abladen sollte.

Und nicht nur das, sondern er sieht einer guten und schoenen Zukunft entgegen.

Wie das Volk Israel sich eigentlich haette freuen sollen, das Jesus auf die Erde kam.
Haetten sie doch nur auf die eigene Ehre verzichtet, und den Schriften geglaubt:

zum Beispiel: Jesaja 35, Selbst als Jesus die Verantwortlichen des Volkes auf die Schriftstellen hinwies Matthäus 11,1 - 6 und ihnen sagte das er der offenbarte Gott ist, wollten sie nicht hoeren.
Wir wollen einmal sehen was in unserem Text von diesem offenbarten Gott gesagt wird:


Jesaja 35, 1- 10

Er ist Gott, damit sind alle Attribute die Gott beschreiben vorhanden:
ewig, allmaechtig, allwissend usw.

Er ist der Retter.

Er ist der Erloeser, das Loesegeld ist sein Leib und Blut.

Er ist der Weg ... auf den sich Jesus in seinem „Ich Bin Wort“ in Johannes 14, 6 bezieht.
“Der Weg wird uns hier beschrieben, dieser Weg ist:.
a) heilig (abgesondert) getrennt von weltlichen Wegen.
b) einfach zu begehen, keine Verirrung moeglich.
c) reservierter Weg nur fuer die Erloesten.
d) sicher vor „Loewen“ (der Teufel wird im Petrusbrief so genannt) und sonstige „Raubtiere“.
e) ein auf ein Ziel hin ausgerichteter Weg, an dessen Ende EWIGE FREUDE wartet.
f) ein heller und freundlicher Weg, auf diesem Weg hast du nur einen Auftrag:
Werde auf Erden was du im Himmel schon bist” So kann man es aus der Aussage des Paulus im Epheserbrief Kapitel 2 interpretieren.



Wer noch nicht auf diesem Weg geht ist nur einzuladen mit folgenden Worten:


Komm nicht nur zur Krippe im Stall - sondern auch nach Golgatha, wo Gott ein sichtbares Zeichen seiner Liebe setzte, im Opfertod Jesu fuer meine und deine Suende.